Ankunft in Jayapura
Unsere ersten Eindrücke von Papua
Wir landeten früh am Morgen in Jayapura — und direkt standen wir vor unserer ersten kleinen Herausforderung: vom Flughafen in die Stadt zu kommen.
Der Flughafen liegt nämlich gar nicht in Jayapura. Er befindet sich in Sentani, etwa 25 Kilometer entfernt — das bedeutet meist rund 45 Minuten Fahrt.
Vom Flughafen in die Stadt
In Papua funktioniert Fortbewegung anders als in den meisten Teilen Indonesiens. Apps wie Grab spielen hier kaum eine Rolle. Stattdessen nutzen viele Maxim — oder sie verlassen sich auf lokalen Transport.
Wir entschieden uns für die authentischste (und günstigste) Option: einen Bemo. Für 50.000 Rupiah pro Person brachte er uns ins Stadtzentrum.
Wenn du mit mehreren Personen oder viel Gepäck unterwegs bist, kann Maxim sinnvoll sein. Unser Tipp: Geh zuerst ein Stück weg vom unmittelbaren Flughafenbereich — Fahrten lassen sich direkt am Terminal oft nicht buchen, und die Preise können schnell steigen.
Wo wir übernachtet haben — und wie sich Preise in Papua anfühlen
Wir übernachteten im Best Western Hotel Jayapura. Mit etwa 20 € pro Nacht fühlte sich das wie ein richtig guter Deal an.
Insgesamt fanden wir Unterkünfte in Papua überraschend günstig. Selbst ordentliche Hotels und Gästehäuser können günstiger sein, als man erwarten würde.
Der Alltag ist allerdings deutlich teurer als in anderen Teilen Indonesiens — zum Beispiel auf Java. Ein simples Nasi Goreng kostet selten unter 30.000 Rupiah, und auch Transport summiert sich schnell.
Das führt zu einer interessanten Dynamik: Viele Indonesier, vor allem von Java, kommen nach Papua, weil es bessere Jobchancen und höhere Löhne gibt. Wir trafen unzählige Javaner, die zuhause keine stabile Arbeit fanden und hier ihr Glück versuchten.
Am Ende treffen höhere Löhne oft auf höhere Lebenshaltungskosten — und der finanzielle Vorteil kann kleiner sein, als es zunächst wirkt.
Roller mieten und die Sprachbarriere
Wir mieteten einen Roller über einen neuen Freund — einer der großen Vorteile, wenn man offen bleibt und unterwegs Kontakte knüpft. Der Preis lag bei 100.000 Rupiah pro Tag, fair und üblich.
Ein entscheidender Faktor in Papua ist die Sprache. Die Barriere ist deutlich höher als in vielen anderen Regionen Indonesiens — selbst in Städten wie Jayapura.
Wenn du nur Englisch sprichst, stößt du schnell an Grenzen. Wir sprechen fließend Indonesisch, deshalb hatten wir in Jayapura keine Probleme — trotzdem empfehlen wir dringend, vorher zu recherchieren, welche Regionen leichter zu bereisen sind und welche nicht.
Selbst für uns wurde es später anspruchsvoll — sowohl sprachlich als auch logistisch. Mehr dazu teilen wir in unserem Korowai-Reisebericht.
Sicherheit und Atmosphäre
Ich fühlte mich in Papua sehr sicher — besonders in Jayapura. Trotz der Nähe zu Papua-Neuguinea ist die Stadt sehr gemischt, mit Indonesiern aus vielen Regionen.
In abgelegeneren Gebieten fühlte es sich anders an. Wir bemerkten die Blicke der Einheimischen stärker — nicht feindselig, eher neugierig. Die Sprache zu sprechen und Respekt zu zeigen machte einen riesigen Unterschied.
Abschied — und was als Nächstes kam
Wir verbrachten zwei Tage in Jayapura. Am Abend fuhren wir zu einem der bekannten Aussichtspunkte oberhalb der Stadt und blickten über die Bucht und das Meer — ein perfekter Moment zum Durchatmen.
Gleichzeitig bereiteten wir uns schon auf den nächsten großen Schritt vor: den Weiterflug nach Dekai und unsere geplante Begegnung mit den Korowai. Ob der Plan so aufging, wie wir ihn uns vorgestellt hatten, ist eine Geschichte, die wir im Korowai-Reisebericht erzählen.